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Wie fremd Petra Buchter die Welt der saisonalen Verbrauchsmode ist, erlebte sie vor sechs Jahren an der Mode Design Schule Zürich mit voller Wucht. Paris, der Hochglanz einer "Vogue", das Tralala des Trendsettings – für die Baslerin kein bisschen inspirierend. Nein, die Gestalterin hatte und hat noch immer anderes im Sinn. Sie schwärmte für Schnittechniken, für explizit untrendige und zeitlose Bekleidung. "Mich interessierte von Anbeginn weg der Weg, der zu einer Kreation führt. Also Handwerk, wie ich es aus meinem ersten Beruf als Schriftenmalerin her kannte."
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Vier Jahre nach Abschluss der Modeschule kreiert die Gestalterin noch immer: und noch immer ohne leichte Geste. Hinter den rund 20 Modellen, die sie mittlerweile unter dem Label "Parts" verkauft, steckt viel Denkarbeit und ein entsprechend langer Weg. Ob ein einfaches Shirt oder die skulpturale Hose: Sämtliche Kreationen werden von Petra Buchter aus einem Stück Stoff heraus entwickelt. Will heissen: Sie baut ihre Kollektionsteile aus einer komplexen und komplizierten Grundform. "Ähnlich, als würde man eine Schachtel zusammen falten", erklärt sie. Sie übersetzt sozusagen die zweite Dimension in die dritte. "Ich habe selten vor Augen, wie das fixfertige Teil aussehen soll."
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Den Eigensinn ist den Kreationen nicht abzulesen. "Manche erkennen erst auf den zweiten Blick, dass meine Stücke ganz speziell sind", sagt sie. Produziert wird die Parts-Kollektion rundum in der Schweiz und in Kleinstserien – für Frauen ab 30 Jahren. Und solche, die eigenständig sind und einen ureigenen Stil haben, wie die Gestalterin bekräftigt.
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Petra Buchter arbeitet seit zwei Jahren in einer Ateliergemeinschaft, ihre Entwürfe verkauft sie in verschiedenen Boutiquen. Davon leben kann sie freilich nicht. "Was mich im Leben bewegt, bringt oft wenig Geld, dafür umso mehr Freude."









